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Selbstverletzendes Verhalten

Als Eltern sollten Sie aufmerksam werden, wenn Ihr heranwachsendes Kind äußert, dass es sich wertlos oder hoffnungslos fühlt. Offen für ein Gespräch zu sein und die Probleme der Heranwachsenden ernst zu nehmen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Begleitung Ihrer Kinder.

Wenn Gefühle nicht auszuhalten sind

Selbstverletzendes Verhalten entsteht häufig als Reaktion auf eine starke seelische Belastung oder kann auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung hinweisen. Jugendliche, die ihre negativen Gefühle (z.B. Einsamkeit, Angst oder Aggression) als übermächtig empfinden, beschreiben häufig, dass sie sie nur mit Selbstverletzendem Verhalten kontrollieren und die innere Spannung abbauen können. Häufig wollen sie sich auch selbst bestrafen. Waren in der Vergangenheit besonders oft Mädchen betroffen, zeigen Studien, dass Jungen statistisch aufholen.

Unter langen Ärmeln verborgen

Betroffene Jugendliche schämen sich häufig und verbergen ihre Verletzungen unter der Kleidung. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Umfeld sensibel auf mögliche Warnzeichen reagiert. Ob die Verletzungen Symptom einer Krankheit sind, kann ein Facharzt beurteilen. Mögliche Hinweise für sog. „Ritzen“ könnten u.a. viele geradlinige Narben auf den Armen sein, die unterschiedlich alt sind – aber auch auf anderen Extremitäten, Stirn, Wangen oder Rumpfvorderseite. Dabei sind sich die einzelnen Narben oft in Tiefe und Gestalt auffällig ähnlich und häufig in Gruppen angeordnet. Deutliche Hinweise sind natürlich Anordnungen in Form von Buchstaben, Symbolen oder geometrischen Formen.

Sollten Eltern solche Wunden bemerken, ist es wichtig den Jugendlichen ihrem Arzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten vorzustellen.

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